indieberlin has free tickets for Lord Huron in Roter Salon this Tuesday

Lord Huron bringt den Wilden Westen zurück in den Folk. Gleichzeitig ist das Projekt von Ben Schneider ein ausgefuchstes Spiel um Identität, Sehnsucht und Musik. Denn Schneider, der Lord Huron gegründet und zunächst als Solo-Projekt bestritten hat, stammt aus Michigan und den Ufern des Lake Huron. Eine Reise aus seiner neuen Heimat Los Angeles an den namensgebenden See war es auch, die ihn zu den ersten Songs inspirierte. Tief verwurzelt in Americana lebt die leichtfüßige Musik im harmonischen Chorgesang des Folk, dem akustischen Akkorden der Gitarre, den schwebenden Arrangements. Gleichzeitig geht es in den Texten um die großen romantischen Mythen des Westens, die weiten Wälder, die Berggipfel und die tief empfundene Liebe. Gleichzeitig aber ist Schneider auch in den Visual Arts unterwegs und hat nebenbei eine eigene Welt entwickelt. „Lonesome Dreams“ heißt die Debütplatte, die zwei tollen EPs folgte, und Lonesome Dreams heißt eine Buchserie eines gewissen George Ranger Johnson. Die selbstverständlich erfunden ist, auch wenn es eine eigene Website des Herrn gibt, auf denen Schneider die angeblichen Westernromane Johnsons mit ihren abgegriffenen Covern abbildet, die er mutmaßlich selbst gestaltet hat. In Sepia gehaltene, verwaschene Fotos von Menschen kommen einem dabei in den Sinn, Reisen durch die Wüsten, in denen die großen Western spielten und natürlich der einsame Reiter unter dem Sichelmond, der auf dem Cover durch eine solche Landschaft reitet. Das alles ergibt ein stimmiges Ganzes, das alle Gefühle anspricht und das grandios zur Musik passt. Inzwischen ist Lord Huron zur kompletten Band gewachsen. Zusammen mit vier weiteren Musikern ist Schneider seit einiger Zeit regelmäßig auf Tour und besucht uns im kommenden Februar. Hee ho, Cowboy! Präsentiert wird die Tour von nothingbuthopeandpassion.


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