Francis International Airport debut album hits home

Rohe krautrockaffine Elektronik trifft auf überlebensgroße japanische Dreampop Synths. Im ersten Song, zum am 3. Mai erscheinenden Album “CACHE“, treiben uns Francis International Airport mit einer nervös zuckenden Orgel durch Paranoia erfüllte Alpträume bis auch der letzte Knochen zappelt und die Tanzfläche in Flammen steht. „The bones are shaking wild, don’t turn the lights off tonight” .

FRANCIS INTERNATIONAL AIRPORT als weitblickende Ingenieure des Pop zu erkennen: Mit Kalkül und Strebsamkeit erschaffen sie eindringliche, überlebensgroße Songs. War der Vorgänger IN THE WOODS geprägt von indie-typischen Gitarrenriffs, lässt die Band nun weitgehend die Organik des Waldes hinter sich. An ihre Stelle treten dramatische Synthesizer-Einsätze mit 80er Avancen, analoge und programmierte Beats greifen ineinander – eine unterkühlte Strenge hält Einzug. Das Erbgut der eher Prog-beeinflussten Indie-Gitarrenmusik à la Radiohead und The Notwist, das FIA in sich tragen, verbindet sich nun mit den Chromosomen des experimentellen Krautrocks, den man aus den Düsseldorfer Kreisen um Kraftwerk und Neu! kennt. Es verschmilzt mit den Stammzellen des großen SynthesizerPop der 80er-Jahre britischer Schule, in der New Order oder Ultravox unterrichteten. Unverwechselbar bleibt die Liebe fürs Detail mit der FIA in ihren Arrangements fragile Mosaike zu epischen Prunkbauten verdichten.

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