Iris Romen im indieberlin Interview und am 15. Mai live in Kleinmachnow

Iris Romen ist Sängerin, Pianistin, Kontrabassistin UND Komponistin. Sie spielte bereits mit Größen wie Ben Becker, Katie Melua, The BossHoss, Jörg Thadeusz und vielen mehr. Und trotz oder gerade wegen ihrer langjährigen Bühnenerfahrung ist Iris eine ganz eigene authentische und bodenständige Künstlerin. Auf ihren Konzerte – oft akustisch – von Berthold Brecht bis Johnny Cash, über deutschen Schlager bis hin zu ihren eigenen Stücken im Country- und Jazzbereich  erfrischt und bezaubert sie das Publikum mit ihrer tiefgründigen, charmanten und emotionalen Art der Performance. Im Interview gibt uns Iris Romen Eindrücke in die musikalische und persönliche Sichtweise zu ihrer Arbeit.

Am 15. Mai könnt ihr sie live bei indieberlin exclusives im Gemüseladen Kleinmachnow erleben – Karten gibt’s im Gemüseladen, bei unserem Kooperationspartner den Neuen Kammerspielen oder unter exclusives(AT)indieberlin(DOT)de.

ib: Du spielst verschiedene Genres wie Vintage Pop, Coutnry, Schlager und Jazz. Gibt es eine Musikrichtung, bei der Du Dich am meisten “zuhause” fühlst? Für mich sind alle diese Stilrichtungen verschiedene Ausdrucksformen für verschiedene Gefühle. Und oh, ich habe sie alle! Wie im Karussel sogar. Von daher kann ich mich so schlecht entscheiden..! Ein Gemisch aus all denen ist irgendwie, wie es mir am meisten gefällt – einerseits eine bunte Setliste und andererseits auch gern mal einen verrückten Stilbruch innerhalb eines Songs.

ib: Mit wem würdest Du am liebsten die Bühne teilen und warum? Mit meinem Sohn Joaquin! Wir üben schon fleissig. Weil mit ihm zu singen, wie wir es immer auf meinem Fahrrad machen (er sitzt dann vorne), wenn wir durch die Straßen radeln sooo viel Spass macht! Sonst würde ich die Antwort auf Deine Frage noch etwas umgehen und sagen, dass ich mir heimlich wünsche, einmal singend und Kontrabass-spielend auf der Bühne in einem Film von Aki Kaurisma°ki aufzutauchen. Weil ich ihn so bewundere und mich darin schon sehen kann.. Ja!

ib: Du hast u.a. schon mit Ben Becker, Katie Melua, The BossHoss und Jörg Thadeusz gespielt und gesungen. Gibt es Promi-Ticks, Du uns verrätst? Ich denke, die Menschen, die Promis genannt werden, sind so individuelle Menschen wie wir es alle sind. Ich kann nur meinerseits sagen, dass es mir immer ein Riesenvergnügen ist, mit Menschen auf der Bühne zu stehen, von denen ich etwas lernen kann.

ib: Was war Dein bisher schlimmstes Konzerterlebnis? Schlimme Konzerterlebnisse sind für mich die, bei denen ich nicht machen kann, wonach ich mich eigentlich sehne. Wenn man gar nicht beachtet wird und niemand applaudiert, wenn man für eine musikalische Untermalung gebucht wurde, kann das nach einer Weile auch etwas schmerzen.

Über die andere „Dinge“ kann man meistens im Nachhinein herzlich lachen: Neulich bin ich bei einem Konzert mit Andrej Hermlin beim auf-die-Bühne-kommen so doll gestolpert – es hatte sich ganz klassisch mein Absatz in meinem langen Kleid verheddert – die Band hat nichts mitbekommen aber das 800 Menschen starke Publikum und ich mussten dann doch etwas schmunzeln. Das Kleid war ohne Träger, dafür ist es dann noch gut ausgegangen!

ib: Ein Leben ohne Musik wäre wie:  Wenn es Musik nicht gäbe? Dann gäbe es alles Andere sicher auch nicht, oder? Nicht vorstellbar! Wenn ich taub wäre? Würde ich ihre Vibrationen bestimmt spüren können und wahrscheinlich die wunderbare Funktionen meiner anderen Sinnen geniessen. So lange ich Musik machen und geniessen kann, tue ich das so sehr und so viel ich kann!

ib: Wenn Dir Dein Sohn mit 16 erklärt, dass er jetzt Musiker ist oder wird, was wäre Dein erster Gedanke und was für einen Ratschlag würdest Du ihm mitgeben? Ich denke, wenn er mir etwas anderes erzählen wird, werde ich sehr staunen 🙂 Que sera, sera! What will be, will be!
Oh, und endlich habe ich es geschafft, einen Song „an“ meinen Sohn zu schreiben. Noch sehr frisch ist er. Wer am 15.5. kommt, wird ihn sicher hören!

Wir sind schon gespannt und danken Dir für das Interview!

Interview: Mia Morris // Bild: SpookySally at Cherrymuffin Studios Berlin

 

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