indieberlin presents: BERGE live am 10.06. – heute hier im Interview

Berge

Die großartige Berliner Band Berge spielt live am 10.6. eine Record Release Party im Kesselhaus. indieberlin präsentiert das Konzert und hat Marianne von Berge natürlich für euch auf Herz und Nieren geprüft und interviewt. Als Einstimmung für ein erstklassiges Konzert sozusagen. Tickets könnt ihr hier natürlich auch noch zeitnah gewinnen. 

Marianne von Berge im indieberlin Interview

indieberlin: Wieso nennt ihr euch Berge?

Berge: Auf unserem ersten Album gibt es einen Song namens „Berge“. Das hat uns zum Bandnamen inspiriert. Wir finden das Wort schön und es passt zu unseren Texten. Jeder kann sich sein eigenes Bild dazu malen. Für die einen bedeuten Berge Weite und Größe. Andere sehen die Herausforderung. Den Berg, den sie besteigen wollen oder müssen.

indieberlin: Ihr steht ja sehr aufs bunte, oder? Wenn ihr Eure Musik als Bild malen solltet, welche Motive und Farben würden da auf jeden Fall auftauchen?

Berge: Momentan sind wir voll auf dem Lila-Trip. Rocco ist immer mehr für die warmen Farben zu haben, ich mag es lieber etwas kühler. Deswegen ist auch immer alles so bunt, weil wir uns nicht entscheiden können. Was Motive angeht, darf es gerne alles sein, was irgendwie in Verbindung zur Natur steht.

Wir werden das Konzept “Bühne” nochmal neu interpretieren

indieberlin: Ihr habt für Eure Record Release Show am 10. Juni Im Kesselhaus einiges vor. Verratet ihr uns ein paar von den Überraschungen?

Berge: Es werden auf jeden Fall unfassbar viele tolle Musiker dabei sein und alle werden sehr viel zu tun haben. Ich will nicht zu viel verraten, aber wir werden das Konzept “Bühne” nochmal neu interpretieren und ein Fest für Augen und daraus machen.

indieberlin: In zehn Jahren erinnert ihr euch an die Record Release Party zurück und denkt:

Berge: Endlich ist an einem Abend mal alles zusammengekommen, was wir uns in den letzten 5 Jahren in unseren Träumen ausgemalt haben. Ein Stück Freiheit, unsere Idee von Berge so umzusetzen, wie wir es am liebsten immer tun würden aber nicht immer die Möglichkeit haben.

Die Menschen in Osteueropa sind begeisterungsfähiger

indieberlin: Mit dem Goethe Institut habt Ihr bereits in Weißrussland, Russland, Kasachstan und Litauen gespielt – was sind Eure Eindrücke, wie das Publikum anders als in Deutschland, Österreich oder der Schweiz ist?

Berge: Ich würde meinen, die Menschen in Osteueropa sind begeisterungsfähiger. Das liegt vielleicht daran, dass es in diesem Länger nicht so ein Überangebot an Popmusik gibt. Wir haben die Leute extrem warmherzig, interessiert und dankbar erlebt. Das ist etwas, das man als Musiker echt zu schätzen weiß. Außerdem gibt es dort scheinbar weniger Berührungsängste. Die Menschen können ihre Freude einfach ungebremst zeigen. Vor der Bühne, beim Mitsingen und beim Autogramme einsammeln.

Ich liebe es, mich auf Jam-Sessions rumzutreiben

indieberlin: Ihr seid selbst Großstadthippies aus Berlin. In welchen Bars oder auf welchen Konzerten trifft man Euch in Berlin, wenn Ihr privat unterwegs seid?

Berge: Ich liebe es, mich ab uns zu auf Jam-Sessions rumzutreiben. Dinge auszuprobieren, andere Musiker zu treffen etc. Das ist das Schöne an Berlin. Hier gibt es viele offene Bühnen, wo sich Künstler austauschen können. Die Jungs von “Tune up” z.B veranstalten tolle Jam-Sessions, unter anderem im Badehaus im RAW. Die Atmosphäre dort ist immer magisch.

indieberlin: Ihr engagiert Euch für Natur- und Tierschutz. Findet Ihr, dass man seine Stimme besonders erheben sollte, wenn man in der Öffentlichkeit steht?

Berge: Fakt ist, dass es noch zu wenige Menschen in der Öffentlichkeit gibt, die ihre Kraft für etwas wirklich Sinnvolles nutzen. Auch wenn es im ersten Moment manchmal unbequem ist und man sich vielleicht nicht immer Freunde damit macht. Trotzdem finde ich es auch völlig in Ordnung, wenn man z.B. einfach nur Musik macht. Bei Musik geht es ja vor allem ums Gefühl. Dass da etwas rüber kommt, das ist das Wichtigste. Wenn man zusätzlich noch etwas zu sagen hat, so wie wir, dann sollte man damit nicht hinterm Berg halten, sondern die Öffentlichkeit, in der man als Musiker steht, nutzen, meine ich.

indieberlin: Möchtet ihr noch jemanden grüßen ?

Berge: Ich grüße alle lieben Menschen, die uns bisher verfolgt und unterstützt haben und freue mich, wenn wir uns alle am 10. Juni im Kesselhaus beim Record Release Konzert sehen.

Interview: Mia Morris

Bege live am 10.06.2015 im Kesselhaus

Noel Maurice is one of the founders of indieberlin. Originally from the UK via a childhood in Johannesburg, he has been resident in Berlin since 1991. Describing himself as a 'recovering musician', he is the author of The Berlin Diaries, a trilogy detailing the East Berlin art and squat scene of the early 90s, available on Amazon and through this site. Noel is currently completing his second novel. As well as running indieBerlin, Noel is also active as web designer, chatbot creator and business communication coach.

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