Verrückte Autoren im Rosengarten – Frederic Valin & Sascha Schlüter

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Und weiter geht’s mit den Lesungen im Park. Und wehe, das Wetter kann sich wieder nicht entscheiden am Samstag, so wie vor einer guten Woche, als es erst dunkel dann wieder hell dann nass dann wieder trocken war. Aber da sind wir einfach fix abgewandert und haben stattdessen im Kellerkino der Chaostheorie gelesen, wo es immer schön und kuschelig ist: Danke nochmals an ChaosJule, die immer spontan und hilfsbereit und toll ist! Und danke auch an Roman und Simona, die uns was gelesen und gesungen haben, und an die Zuhörer, die brav mitgewandert sind!

Aber am kommenden Samstag den 16.7. geht’s draußen weiter, und zwar mit dem barhockererprobten Frédéric Valin, den in Berlin doch sowieso jeder kennen müsste, der sich ab und zu auf Lesebühnen oder sonstigen literarischen Veranstaltungen mit Alkoholausschank herumtreibt. Oder? Dennoch haben wir auch ihm unsere kleinen Interview-Fragen gestellt. Unterstützt wird er von Sascha Schlüter, der bei seiner eigenen Lesung offenbar so viel Gefallen an der Sache gefunden hat, dass er uns gleich noch einmal beehren möchte. Diesmal mit ausgewählten Kurzgeschichten, die sich munter mit den Thekenweisheiten aus Valins feinem Buch “Trinken gehen” abwechseln werden. Wer weiß, vielleicht hören wir auch was ganz Anderes, immerhin hat der Fred gerade erst ein neues, ungleich ernsteres Buch veröffentlicht: “Zidane schweigt.” Darin geht es um Fußball und Nationalismus. Wir sind gespannt…

indieberlin: Was schreibst du, wie schreibst du, seit wann schreibst du?

Frederic Valin: Texte, aufm Rechner oder mitm Stift, seit sechs ungefähr (wurde später eingeschult, zu schmächtig).

indieberlin: Was inspiriert dich am meisten?

Frederic Valin: „Musik, aber auch Schränke“ (Sebastian van Roehlek).

indieberlin: Erzähl uns doch mal deine lustigste/schrecklichste/seltsamste Erfahrung, die du bei einer deiner Lesungen hattest?!

Frederic Valin: In Tübingen hab ich mal zwei Sätze nach der Vorstellung dem Publikum gedankt, dass sie uns Berlinern mit ihren regelmäßigen Steuerzahlungen unser Leben als Taugenichtse und Tagediebe finanzieren. Danach war anderthalb Stunden Totenstille im Saal. Lustigerweise ist keiner gegangen, bei vierzig oder fünfzig Gästen, von denen mich wirklich keiner leiden konnte. Die wollten mir wohl zeigen, was Höflichkeit ist. Oder sie dachten sich alle: Ich hab Eintritt bezahlt, den sitz ich hier jetzt ab.

indieberlin: Und was möchtest du der Welt unbedingt noch mitteilen?

Frederic Valin: Wenn ich, was ich mitzuteilen hätte, direkt sagen könnte, müsste ich mir nicht die ganze Scheißarbeit mit den Texten machen.

Übrigens: Saschas Antworten findet ihr hier.

Und jetzt nochmal die Details: Samstag, den 16.7. ab 17 Uhr im Rosengarten im Park am Weinbergsweg, bei gutem Wetter und mit kalten Getränken. Ist schön da, kommt rum.

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