Reden wir über Festivals – Rock in Vienna

Rammstein headlining Rock in Vienna. Photograph by Bryan Adams

Ich sag es euch gleich: Am Ende dieses Artikels schicke ich euch auf die Reise, und zwar nach Wien. Denn da läuft zum zweiten Mal das Rock in Vienna Festival. Aber fangen wir von vorne an: Was mich betrifft, ist seit gestern Sommer.

Nachmittags auf dem Hinterhof der re:publica musste man die Augen zusammenkneifen, so hell war es, und ich bin sicher, Sonnenmilch wäre auch nicht verkehrt gewesen. Und was bedeutet Sommer sonst noch?

Na klar, Festivalzeit! Nah und fern, groß und klein, auch 2016 ist die warme Jahreszeit wieder vollgepackt mit vielversprechenden Events und guter Musik in allen Stilrichtungen.

Save the Date: 3. bis 5. Juni

Nehmen wir nur mal den Juni. Anfang Juni sollte ziemlich zuverlässig überall in Deutschland und Europa Sommer sein, und entsprechend kann man sich kaum retten vor Festivals, die alle besucht werden wollen. Da fällt die Auswahl echt schwer.

Wer zuhause in Berlin bleiben möchte oder muss, der könnte sich auf der Malzwiese herumtreiben. Klein aber fein, entspannt und nachhaltig auf dem ehemaligen Schultheiß-Gelände der Malzfabrik abhängen, mit ein bisschen Kunst und Schnickschnack, gutem Essen und Trinken aus der Stadt, Kinderbespaßung und ganz viel Musik auf der Wiese.

Eine Nummer zu klein?

Dann buhlen natürlich auch die großen, etablierten Dinger um eure Aufmerksamkeit. Rock am Ring bietet in diesem Jahr immerhin die Red Hot Chili Peppers auf, außerdem Korn, Tenacious D, Disturbed, die alten Haudegen von Black Sabbath … und einen Haufen mehr. Keine Ahnung, wie das Wetter am neuen Standort in der Vulkaneifel ist, aber am Ring habe ich dieses Festival leider nur im Dauerregen und Nebeldunst erlebt. Dennoch, könnte eine Reise wert sein – wenn es nicht bereits ausverkauft wäre.

In Luzern in der fernen Schweiz gastiert derweil die Sonisphere. Auch hier ein fettes Line-up mit knackigem Rock und blank poliertem Metal.

Lieber nach Wien

Aber darüber sage ich jetzt gar nicht mehr viel, denn – nicht böse sein, schönes Luzern – in der Donaustadt Wien findet an diesem Überwochenende zum zweiten Mal das wohl fetteste, glänzendste, am schönsten gelegene Festival von allen statt (und außerdem sind alle Bands, die sich in Luzern rumtreiben, auch hier vertreten, plus noch ein Haufen weitere, also definitiv die reichhaltigere Wahl!), das Rock in Vienna Festival, direkt auf der Donauinsel … schöner geht’s eigentlich kaum.

Achtung, Headliner!

Nachdem hier beim Auftakt im vergangenen Jahr Kiss, Muse und Metallica alles andere als Walzer aufs Parkett gelegt haben, gibt es heuer Rammstein, Iggy “der Gute wird sie alle überleben” Pop, Iron Maiden. Und das sind nur die jeweiligen Headliner des Tages. Dazu stehen Slayer, Mando Diao und Nightwish auf dem Programm, sowie Apocalyptica, die superabgedrehten japanischen Mädels von Babymetal, Eisbrecher, meine Lieblingsschweden von Royal Republic, die coole Juliette Lewis und ihre Licks, die alten Herren von Kreator, die bald auch so alten Herren von In Extremo, Gojira und Shinedown, und so weiter und so weiter. Für jeden, der es ein bisschen, auch nur ein winziges bisschen härter, schneller, lauter mag, sollte hier etwas dabei sein. Und dann ist man ja schließlich auch noch in Wien! Sorry, mein liebes Berlin, hier isses toll, aber Wien ist ein wenig mein Sehnsuchtsort, da kannst du ruhig mal in den Kurzurlaub hinfahren und dich entspannen. Tut gar nicht weh! An Arroganz ist dir die Stadt durchaus ebenbürtig, sie verpackt sie nur charmanter…

Kurz gesagt, nichts wie hin!

Ich für meinen Teil habe mich längst entschieden: Ich fahre nach Wien und bringe euch einen Strauß (Achtung, Wortwitz!) von Eindrücken mit. Musikalische, Visuelle, Modische, und was mir sonst noch vor die Flinte kommt. Rock’n’Roll und Streetstyle, Kaffeehaus und Afterpartys in der ganzen Stadt. Wer ist dabei?

Alle Infos und Tickets findet ihr auf www.rockinvienna.at

Claudia is a blue-eyed trapeze artist of the lazy kind. Translatrix. Authoress. PhD. And a bit of a nerd. ♫ Zuständig fürs Deutsche bei indieberlin. Schreiben, Übersetzen, in der Literatur rumtreiben. Und Musik. Viel Musik.

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