Indieberlin encounters This Will Destroy You – Survives – Just

This Will Destroy You live in Lido – review by Norman Zielasko

“Don´t mess with Texas”. So ähnlich könnte das Motto des heutigen Abends sein, denn “This Will Destroy You” aus San Marcos, Texas sind in der Stadt und spielen im Kreuzberger Lido. Leider mussten “Tides From Nebula” aus unbekannten Gründen absagen und so müssen die ca. 400 Postrockfans in der gut gefüllten Hallen erstmal die kurzfristige eingesprungene Vorband überstehen.

Die an “Pavement” erinnernde Musik ist ok, passt aber heute hier nicht hin. Die meisten der Anwesenden sind froh, dass es gegen 22 Uhr endlich los geht und Chris King (Gitarre), Jeremy Galindo (Gitarre), Alex Bhore (Schlagzeug) und Donovan Jones (Bass) die Bühne betreten. Was die Jungs auf der Bühne zeigen ist unglaublich! Der Sound ist kristallklar und jede noch so leicht angespielte Saite ist in der ganzen Halle zu hören.

Die Lieder beginnen meistens ganz leise, bauen sich dann langsam auf und explodieren förmlich dann zum Schluss. In Songs wie “Communal Blood” und “Black Dunes” vom letzten Album “Tunnel Blanket” oder auch in “The World Is Our _ ” von Young Mountain ist diese Energie zu spüren und man sieht überall geschlossene Augen und heftiges Kopfnicken im Publikum. Wenn man sich darauf einlässt, dann kann man auch wirklich das sogenannte Kopfkino erleben.

Die instrumentalen Songs erzählen Geschichten von der ersten großen Liebe und dem Liebeskummer danach. Sie erzählen davon im Flugzeug durch Wolken zu fliegen und sich dabei so unwahrscheinlich frei zu fühlen. Jeder einzelne Besucher hat seine eigenen Geschichten dazu im Kopf und wenn man alle aufschreiben würde, dann könnte man damit bestimmt ein absolut spannendes und interessantes Buch schreiben.

Nach etwa 1 1/2 Stunden ist das Konzert leider vorbei und unter großem Applaus und mit einem Lächeln auf den Lippen verabschieden sich die 4 von der Bühne. Scheinbar hat es Ihnen genauso viel Spaß gemacht wie uns und hoffentlich kommen Sie wie versprochen bald wieder nach Berlin! Ich komme gerne wieder. Danke Jungs!

Review by Norman Zielasko

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