Die geheimen Tagebücher des Violet Tribe: Tanzt!

Die geheimen Tagebücher des Violet Tribe

Wir feiern hier ja ganz gerne mal die glitzerschillernde Burlesqueszene, die immer größer, vielfältiger und cooler wird. Oder es schon immer war, nur bekommt sie jetzt mehr Aufmerksamkeit auch jenseits von Spelunken, Varietes und anderen Alkohol ausschenkenden Lokalitäten … Allein in Berlin drängeln sich die Acts und Events bereits auf unanständige Weise überall in der Stadt. Neben den regelmäßigen, kleineren Veranstaltungen gibt es im Herbst erneut das glamouröse Berlin Burlesque Festival, in zwei Wochen beginnt die niegelnagelneue Berlin Burlesque Week, und auch andernorts wird allerlei tolles Zeug auf die Beine gestellt.

Alle Schlagworte in einem Satz: Bumm!

Aber Burlesque ist ja nicht die einzige Kunstform, bei der getanzt, Haut gezeigt, Show gemacht und Glitzer verstreut wird. Nicht? Wie wäre es mit einem Blick in das Leben und Sterben des Violet Tribe, einer nordrheinwestfälischen Tribal Gothic Bellydance Kapelle mit Steampunk, Vampiren und Piraten, Cabaret und Chaos? Puh, habe ich jetzt alle Schlagworte in einem Satz untergebracht? Denn jetzt geht es um „Die geheimen Tagebücher des Violet Tribe“, ein Buch, in dem die Geschichte dieser durchgeknallten Power-Show-Truppe auf augenzwinkernde, nett lakonische Art erzählt wird. Wer von all dem noch nie etwas gehört hat, aber doch langsam neugierig wird, wer bei weiteren Schlagworten wie WGT, Mark Bennecke, Al-Andalus, Hackbrett und Cembalo, oder „Fusion“ im weitesten Sinne aufhorcht, und wer selbst tanzt, performt, auf Tour ist und versucht, einen Haufen Künstler und Freaks zusammenzuhalten, dem sei das hübsche Buch mal eben glitzernd ans Herz gelegt, mit Seifenblasen und Dudelsack! Denn die Geschichte ist kurzweilig und liebenswert, und das Tribe war schon etwas Besonderes in seiner Verbindung von Tanz, Gesang, Instrumenten und Show. Ich hätte zu gern einen der beschriebenen Auftritte gesehen! Aber in den Untiefen des Internets (oder auf Youtube) gibt es zum Glück ja wenigstens Videos!

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Und wo bekomme ich das Ding jetzt her?

Erschienen ist das bunt bebilderte gute Stück bei Ruhrliteratur, wo man es auch direkt für einen knappen Zehner erstehen kann. Und geschrieben hat es Bianca Stücker aka Cinnamon Star, Häuptlingin des Violet Tribe und außerdem z.B. auch Autorin des ebenfalls ganz feinen „Zu viel Lob ist auch nicht gut. Ansichten einer Anachronistin“, das unsere Wiener Kollegin Susanne Strnadl hier bereits für uns rezensiert hat. Ihr seht schon: Es ist alles mit allem vernetzt, also lasst uns tanzen!

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